22.02.2018 Streik bei AIR FRANCE und JOON

Mehre Gewerkschaften haben ihre Mitglieder am 22.02.2018 zum Streik aufgerufen. Betroffen sind AIR FRANCE und ihre Lowcost-Tochter Joon.

Bei Air France geht man davon aus, dass es zu Flugausfällen kommt. Möglich ist auch, dass die Zahl der Passagiere pro Flug begrenzt werden muss.

In welchem Umfang sich der Streik konkret auf den Flugplan auswirken wird, war bis Redaktionsschluss noch nicht absehbar.

Tickets, die vor dem 19. Februar ausgestellt wurden, können kostenlos auf einen anderen Termin umgebucht werden. Wer seine Reise auf einen Termin nach dem 27. Februar umbuchen oder ganz absagen will, erhält einen Gutschein für einen anderen Flug mit Air France, KLM oder Hop, der ein Jahr lang gültig ist. Air-France-Flüge, die von anderen Airlines durchgeführt werden, sind vom Streik nicht betroffen.

Links und Hilfe zum Thema:

Bahnstreik im Großraum London

Die Gewerkschaft RMT ruft zum Streik vom 16. bis 19. Februar auf. Das betroffene Unternehmen, die South Western Railway will durch Umorganisation und Einsatz zusätzlicher Kräfte die Auswirkungen des Streiks für Fahrgäste so gering wie möglich halten. Die SWR verkehrt im Gebiet London – Bristol – Weymouth – Portsmouth

Streiks an finnischen Airports im Februar

Gleich an mehreren Tagen muss sich der finnische Airportbetreiber FINAVIA mit Streiks auseinandersetzen. An sechs Tagen, 1., 2., 3., 9., 12. und 14. Februar, droht die Gewerkschaft IAU einem Diesntleister, der f+r Bodendienste zuständig ist, mit sechsstündigen Streiks.

Zusätzlich soll am Freitag, 02.02.2018 soll ein Streik im öffentlichen Nahverkehr die finnische Hauptstadt Helsinki lahmlegen.

 

 

03.01.2018 das Wetter streikt

Sturmböen bis zu 120 km/h werden heute erwtatet. Nicht nur der Flug- sondern auch Schienen- und Strassenverkehr werden beeinträchtigt werden.

Mit Verzögerungen und Flugausfällen ist zur rechnen. Bitte prüfen Sie rechtzeitig Ihren Flugstatus

Streikradar wünscht ein gutes Neues Jahr

Wir danken für Ihr Interesse an unseren Themen und wünschen auf diesem Weg ein glückliches, gesundes Neues Jahr. Und wenn Sie verreisen, kommen Sie gut heim wo immer es auch hingeht. Ihr Streikradar-Team.

PS: Passagiere sollen künftig bei Airlines-Insolvenzen nicht mehr geschädigt sein. Hier geht`s zur Petition.

22.12.2017 RYANAIR-Piloten in Deutschland zum Streik aufgerufen

Die Vorweihnachtswoche brachte für RYANAIR mehrere Premieren. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte wollte man mit Gewerkschaften über Entlohnung und Arbeitsbedingungen verhandeln. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte erlebt RYANAIR nun eine Streiksituation.

Am Freitag, 22.12.2017 hat VC- Vereinigung Cockpit die in Deutschland festangestellten Piloten der irischen Fluglinie zu einem Warnstreik von 05.01 h bis 08.59 h aufgerufen. Betroffen sind alle Flüge, die in diesem Zeitraum in Deutschland starten sollen.

Was ist passiert? Wenige Tage vor Weihnachten rauscht die Mitteilung durch die Medien, daß RYANAIR erstmals bereit sei, mit Gewrkschaften zu verhandeln. Einen „PR Gag“ nannte heute Ingolf Schumacher, der Vertreter der VC diese Ankündigung. „Ein Unternehmen, welches vor Beginn der Gespräche der anderen Seite diktiert, wer mit am Verhandlungstisch akzeptiert wird, hat nichts verstanden“.

Die für gestern geplanten, ersten Verhandlungsgespräche der VC-Tarifkommission mit dem irischen Unternehmen wurden von Seiten des Arbeitgebers kurzfristig abgesagt, weil dieser zwei der fünf anwesenden VC-Tarifkommissionsmitglieder am Verhandlungstisch ablehnte. Aus Sicht der VC zeigt diese Ablehnung deutlich, dass die Grundsätze gewerkschaftlicher Autonomie von Ryanair missachtet werden und ein Einstieg in konstruktive Verhandlungen nicht gewünscht ist.

„In der Geschichte der VC hat es noch nicht einen Fall gegeben, bei dem die tarifpolitische Autonomie von einem Arbeitgeber so mit Füßen getreten worden ist, wie es jetzt bei Ryanair der Fall ist. Damit ist für die VC klar, dass das Unternehmen nicht an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit auf Augenhöhe interessiert ist. Vielmehr spielt Ryanair hier weiter auf Zeit und verhindert damit den Einstieg in Tarifverhandlungen“, so Schumacher weiter.

Wie reagiert RYANAIR?

Die Airline „bedauert“ die Entscheidung der Vereinigung Cockpit, da man ja angeboten hatte, am 05.01.2018 die Verhandlungen fortzusetzen. RYANAIR möchte jedoch nur mit der VC und mit den festangestellten RYANAIR-Piloten sprechen. Fremde Piloten als Verhandlungsführe möchte man nicht akzeptiern.

Wie reagieren die Flugbegleiter?

UFO, die Gewerkschaft der Flugbegleiter erklärt sich in vollumfänglich solidarisch mit den Piloten. Die Cabincrews sind bisher nicht oder noch nicht zum Streik aufgerufen. Sie werden aber mit Sicherheit die nächsten sein, die RYANAIR an den Verhandlungstisch zwingen wollen. Über Streikabwehrmassnahmen (z. eingeflogene ausländische Piloten) liegen aktuell keine Informationen vor.

Mit was müssen Passagiere rechnen?

Maschinen die nicht in Deutschland abheben, können auch den nächsten Flug im/ab dem Ausland nicht durchführen. Mit Flugausfällen oder zumindest mit extremen Verspätungen ist zu rechnen.

Einschätzung

Seit Wochen laufen der irischen Fluglinie in Scharen Piloten und Crews davon und unterschreiben bei Wettbewerbern. Über 10.000 Flüge hat RYANAIR im laufenden Winter schon streichen müssen. Die offizielle Begründung: „Fehler in der Personal- und Urlaubsplanung. Die Wirklichkeit: man kann mit dem verbliebenen Personal den Flugplan nicht mehr abfliegen. RYANAIR hat ein echtes Problem. Der „Weihnachtsfriede“ ist höchst gefährdet und das Jahr 2018 wird turbulent werden.

Das könnte Sie auch interessieren:

  • RYANAIR-Callcenter Deutschland: 0900 116 0500 / €0,62 pro Minute
  • RYANAIR-Rufnummern im Ausland
  • RYANAIR-Flugstatus prüfen
  • lt AGB`s gilt irisches Recht zu den RYANAIR AGB

 

Pressemeldungen:

Petition: Insolvenzversicherung zum Schutz von Flugpassagieren

airberlin, Fly Niki, Monarch – jedes Jahr fliegen in Europa mehrere Fluglinien in die Pleite. Tausende von Passagiere stranden im Ausland und müssen auf eigene Kosten die Rückreise aus dem Ausland organisieren und finanzieren. Für die anderen endet der schon lange bezahlte Flug noch vor dem Reiseantritt, das Ticket ist wertlos, das Geld ist verloren. Immer zahlt der Passagier die Zeche,

Der ruinöse Preiskampf in der Luft wird nicht mit Eigenkapital sondern mit den Kundengeldern finanziert. Passagiere zahlen oft Monate vor Abflug die Tickets in voller Höhe.

Pauschalreiseveranstalter sind verpflichtet, dem Reisenden einen Sicherungsschein auszuhändigen, bevor sie eine An- oder Restzahlung vom Kunden erheben dürfen. Dieser verbürgt dem Reisenden die Absicherung des Reisepreises bzw, auch der Heimreise im Falle der Insolvenz des Veranstalters.

Eine derartige Sicherheit genießen Kunden von Fluglinien nicht. Passagiere sind verpflichtet, das Ticket sofort bei Buchung in voller Höhe zu bezahlen. Fliegt die Fluglinie in die Insolvenz, ist das Ticket verloren. Wer noch nicht gestartet ist, hat die Option daheim zu bleiben oder ein zweites Mal bei einer anderen Airline zu bezahlen. Passagiere die Ausland gestrandet sind, müssen auf eigene Kosten ihre Heimreise erneut finanzieren.

Seit Jahren argumentieren Airlines und ihre Verbände erfolgreich gegen die Verpflichtung einer Versicherung und begründen dies u.a. mit dann steigenden Ticketpreisen.

Wir fordern,

a) Fluglinien, die Tickets mit einem Abflug in der EU anbieten, müssen künftig den Passagieren eine Garantie in Form eines Sicherungsscheins anbieten, bevor der Ticketpreis erhoben wird.

b) sofern keine Garantie gestellt wird darf bei Buchung lediglich eine Anzahlung genommen werden, der restliche Flugpreis ist erst am Tag der Beförderung fällig.

Mit der Unterstützung dieser Petition tragen Sie zur Stärkung der Passagierrechte bei. Zwingen Sie die Airlines zum wirtschaftlichen Handeln und beenden Sie die Casinozockerei am Himmel. Keine Angst vor höheren Ticketpreisen. Gesunde und starke Player liefern sich auch künftig einen harten Wettbewerb, aber nicht auf Ihre Kosten sondern zu Ihrem Nutzen.

Unterstützen Sie uns: jetzt Petition unterzeichnen

19.12.2017 Streiks in Belgien

Mehrere Gewerkschaften haben für heute, 19.12.2017 in Belgien zum Streik aufgerufen. Sowohl Bahn- wie auch Flugreisende müssen mit Einschränkungen und Behinderungen des Reiseverkehrs rechnen. Arbeitnehmer in verschiedenen Sektoren des Transportgewerbes wurden aufgerufen die Arbeit niederzulegen.

Zur Pressemeldung