15.01.2019 Sicherheitspersonal streikt am Frankfurter Flughafen

Am Dienstag, 15.01.2019 hat die Gewerkschaft verdi  Sicherheitskontrollen am Frankfurter Flughafen zu einem Streik von 02.00 h bis 20.00 h aufgerufen. Es wird damit gerechnet, daß der Flugvekehr erheblich behindert wird und nur eingeschränkt durchgeführt werden kann.

Fluggäste, deren Reise in Frankfurt beginnt können nicht abgefertigt werden. Der Frankfurter Flughafen bittet die Passagiere, am 15.01.2019 nicht zum Flughafen zu kommen, da Sie wegen der fehlenden Kontrollen ausserhalb des Transitbereichs keine Möglichkeit haben, einen Flug zu erreichen!!

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Passagiere, die in Frankfurt lediglich umsteigen, können weitestgehend auf Beförderung hoffen, sofern Sie den Transitbereich nicht verlassen und sich somit keiner weiteren Sicherheitskontrolle mehr unterziehen müssen. Allerdings ist auch hier mit Behinderungen und Verzägerungen zu rechnen. Die Auswirkungen von Flugstreichungen in Frankfurt auf andere Flughäfen sind noch nicht absehbar.

Umbuchungen / Erstattungen

  • Online-Kunden wenden sich bitte direkt an ihre Airline
  • Kunden von Reisebüros können direkt ihre Buchungsstelle kontaktieren

Lufthansa:

Auch Lufthansa weist Ihre Fluggäste darauf hin, am Dienstag nicht zum Flughafen Frankfurt zu kommen!! Lufthansa wird am Sonntag, 13.01.2019 kommunizieren, welche Flüge gestrichen werden müssen.

wenn Lufthansa-Flug gestrichen:

  • Kunden haben Anspruch auf Ticketerstattung oder eine kostenlose Umbuchung
  • Passagiere von Inlandsflügen können ihr Ticket in eine Fahrkarte der Deutschen Bahn umtauschen

wenn Lufthansa-Flug n i c h t gestrichen:

  • Hier bietet die Airline eine kostenlose Umbuchung an, aber keine Ticketerstattung !!

Keine Kompensationszahlungen für Ausfälle. Dieser Streik liegt nicht im Einflussbereich der Airlines. Fluggesellschaften müssen in diesem Fall für erspätete Beförderung eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastverordnung leisten.

 

Links und Hilfe zum Thema:

 

Um was geht es?

€ 20,00 Stundenlohn für ca 23.000 Beschäftigte im Sicherheitsbereich, das ist die Forderung. Natürlich lehnt die Arbeitgeberseite zunächst ab, da dies in Einzelfällen eine Erhöhung von bis zu 44 % bedeuten würde. Auf dem Tisch liegt ein Angebot der Arbeitgeber von 6,4 %. Ver.di beharrt auf dem einheitlichen Stundenlohn und legt erst mal am 15.01.2019 den Flugverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahm.

 

Wer sitzt am Verhandlungstisch?

Sieben private Unternehmen sind für die Sicherheit an 13 deuschen Flughäfen verantwortlich. Sie haben sich im Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen organisiert. Die Arbeitnehmerseite vertritt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Insgesamt geht es um die Interessen von 23.000 Beschäftigten.